A. Grafe schreibt 1987 in einem Artikel über:

"Aerosoltherapie die wirksamste Behandlungsart lungenkranker Pferde"

„[...] Wie die Erfahrungen zeigen, sind die Bronchien des Pferdes sehr therapieresistent. Die in Form eines Pulvers oder einer Flüssigkeit applizierten Medikamente können erst nach ca. 1 Woche zur Wirkung gelangen (z.B. Expektorantiaer) und auch die Injektionspräparate brauchen geraume Zeit, um sich wirksam entfalten zu können.

Abgesehen davon, daß die auf diese Weise applizierten Medikamente zu ihrem Bestimmungsort, in diesem Falle die Lunge, erst über den ganzen Körper gehen, den sie häufig auch noch belasten, ist ihre Wirksamkeit nicht immer befriedigend.

Eine andere Methode, die Medikamente direkt an den Bestimmungsort Lunge zu bringen, ist die Aerosoltherapie. Diese Applikationsart von Medikamenten, gerade bei Lungenkrankheiten, ist in ihrer Wirksamkeit unübertroffen und in der Pferdepraxis unbedingt zu empfehlen.

Andere Vorteile der Aerosoltherapie, die sie für die Praxis so interessant macht, liegen auf der ökonomischen Seite: Man spart ungeheuer an Medikamentenmengen, und es lassen sich preisgünstige, aber dennoch sehr wirksame Medikamente in die Lunge einbringen.
Eine Investition ist allerdings nötig: Ein Aerosolgerät.

Die auf dem Markt angebotenen Geräte sind sehr unterschiedlicher Qualität. Ihre Palette reicht von schlechter, für die Praxis völlig ungeeigneter, bis sehr guter Leistung, z.B. Kegel-Inhalator [...]"